Delfinjagd in Peru

Jeder kennt die schrecklichen Bilder von den blutigen Meerebuchten in Japan, in denen jedes Jahr tausende Delfine abgeschlachtet werden. Wenig bekannt ist jedoch, dass auch in Peru ein ähnlich brutales Vorgehen gegen Delfine beobachtet werden kann. Jährlich werden dort bis zu 15.000 Delfine getötet, um diese als Köder für die Haijagd zu verwenden oder arme Bevölkerungsschichten mit günstigem Fleisch zu versorgen.

Jagd auf Delphine mit Harpunentechnik

In Peru jagen etwa 500 Fischer unter Einsatz der Harpunentechnik Delfine in kleinen Schnellbooten. Durch Recherchen von Stefan Austermühle, Mitglied der peruanischen Schutzorganisation Mundo Azul, wurde das extreme Tierleid beim Jagen mit Harpunen in Peru aufgedeckt und dokumentiert.

Eine Harpune ist ein Speer mit Widerhaken, welcher verhindert, dass die aufgespießten Tiere wieder vom Speer rutschen. Die abgeschossen Tiere können auch nach dem Abschuss noch sehr lange Zeit leben und in ihremTodeskampf sehr große Schmerzen erleiden.

Neue Gesetzgebung in Peru

Ein in 2016 verabschiedetes Gesetz der Regierung verbietet nun den Einsatz von Harpunen. Damit wird de facto auch das Jagen von Delfinen unmöglich, da die Harpunentechnik die einzige Möglichkeit zum Fangen von Delfinen ist. Hintergrund des neuen Gesetztes waren neben dem Druck von Meeresschutzorganisationen, vor allem auch die stark zurückgegangenen Haifischbestände.

Meeresschutz in Peru
Neue Gesetze sollen Delfine in Peru besser schützen

Fraglich ist jedoch in wieweit das Gesetz seine Wirkung entfalten kann. Bereits seit 1996 besteht in Peru eigentlich ein Gesetz zum Verbot er Delfinjagd. Dieses wurde in der Vergangenheit jedoch kaum angewandt und Verstöße nicht geandet. Hoffnung macht jedoch ein Verfahren gegen drei Fischer, welche 2016 wegen illegaler Delfinjagd angeklagt wurden und damit die erste Durchsetzung des fast 20 Jahre altem Gesetzes darstellt.

Perspektive

Da Peru kein reiches Land ist wird es schwierig sein die Delfinjagd in Zukunft zu unterbinden. Arme Fischer sind auf die Einnahmen aus der Jagd angewiesen und müssen Alternative Fang- oder Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten bekommen. Auch die Durchsetzung der Verbote ist schwierig, da die Behörden in Schwellenländern nicht so gut ausgestattet sind wie in den westlichen Industrienationen.

Es ist daher notwendig den Druck von Seiten der Meeresschutzorga-nisationen aufrechtzuerhalten und weiter zu erhöhen. Eine Zusammenarbeit der einzelnen Organisationen zum Erreichen eines höheren Schlaggewichts im Kampf gegen die Delfinjagd ist sinnvoll und sollte daher in Zukunft angestrebt werden.

Privatpersonen sollten selbstverständlich auf den Verzehr von Delfinfleisch verzichten. Auch Haifleisch sollte nicht gekauft werden. Zum einen zum Schutz der gefährdeten Haibestände an sich und zum anderen, da Delfinfleisch als Köder zum Haifang eingesetzt wird und somit die Nachfrage nach Delfinfleisch fördert.

 

 

 

Chemie und Kunstoff in Reinigungsmitteln

Viele Produktbestandteile von Reinigungsmitteln können nicht oder nur teilweise aus dem Abwasser gefiltert werden. Auch moderne Kläranlagen in westlichen Industrieländer stoßen hier an ihre Grenzen. Diese Reststoffe gelangen dadurch in Flüsse und auf diesem Weg letztendlich in die Weltmeere. Da die Konzentration dieser Stoffe in Flüssen um ein Vielfaches größer ist als auf den Meeren, treten in Binnengewässer die Auswirkungen am deutlichsten zu Tage. Im folgenden Abschnitt werden die größten Probleme angesprochen und Lösungen für den Endverbraucher aufgezeigt.

Dampfsauger Reinigung als Alternative zu chemischen Reinigern

Natürliches Wasser reicht in vielen Fällen nicht aus, um sämtlichen Schmutz im Haushalt zu entfernen. Für Fette und andere wasserunlösliche Verschmutzungen werden daher regelmäßig chemische Reiniger eingesetzt. Die Dampfsauger Reinigung ist hier eine umweltschonende Alternative zu herkömmlichen chemischen Reinigern.

Dampfsauger und konventionelle Reinigungsprodukte
Dampfsauger als Alternative zu chemischen Reinigern

In konventionellen Haushaltsreiniger sind  Farbstoffe, Duftstoffe, synthetische Lösungsmittel und Konservierungsmittel enthalten, welche bei Menschen Allergien auslösen können. Eine Belastung für die Gewässer stellen aber vor allem die enthaltenen Tenside dar. Diese auf Erdölbasis produzierten, waschaktiven Substanzen sind im Wasser nur schwer abbaubar und in Kläranlagen nicht komplett herauszufiltern.

Bei der Dampfreinigung kann auf chemische Reiniger vollständig verzichtet werden. Der heiße Dampf ist in der Lage Fette auch ohne Chemie zu lösen. Beim Einsatz eines Dampfsaugers werden zudem keine Tücher zum Aufnehmen der Verschmutzungen benötigt. Da auch in Waschmittel Tenside enthalten sind, ergit sich ein doppelter Umweltvorteil. Der Dampfsauger kann den Schmutz gleichzeitig lösen und aufnehmen.

Eine weitere Alternative sind sogennante Bio Reiniger. Diese Produkte enthalten nur rein pflanzliche Tenside, welche einfacher abbaubar sind. Im Handel werden solche Produkte mit Gütesiegel wie beispielsweise der EU-Umweltblume gekennzeichnet.

Zertifizierte Naturkosmetik als Alternative zu Kunstoffpartikel

Neben Haushaltsreinigern sind auch die meisten Körperpflegeprodukte eine Belastung für die Gewässer. Viele wissen nicht, dass in fast allen Pfelgeprodukten Mikroplastik enthalten ist. Plastik, welches kleiner als 5 Millimeter ist wird als Mikroplastik bezeichnet.

Mikroplastik ist in Gesichtsreinigern, Duschgel, Handseifen, Zahnpasta, Make Up und vielem mehr enthalten. Häufig wird Mikroplastik in Granulatform zu den Produkten hinzugegeben um die Reinigungswirkung zu unterstüzten. In Kläranlagen können diese Kleinstteile nur teilweise aus dem Abwasser gefiltert werden.

Ein Problem dieses Mikroplastiks ist, dass es von Wasserlebewesen als Nahrung aufgenommen wird und so zu einer Schädigung der Tiere führt. Plastik wirkt zudem wie ein Magnet für Umweltschadstoffe, sodass die Schadstoffkonzentration an den Kunstoffpartikeln bis zu hundertmal höher ist als im restlichen Meerwasser.  Auch die bereits im Kunstoff enthalten Substanzen können eine schädliche Wirkung für Meeresorganismen haben.

Zur Lösung dieses Problems müssen in erster Linie die Verbraucher aktiv werden, weil Konzerne von sich aus keinen Grund haben die Produktion dieser Produkte zu ändern. Empfehlenswert ist es daher, beim Kauf auf speziell zertifizierte Kosmetikprodukte zu achten. Diese sind zwar um einiges teuerer als handelsübliche Produkte, enthalten dabei aber keine Kunstoffpartikel und sind oft auch verträglicher für den Menschen. Ein bekanntes Zertifikat ist von BDIH. Bei Reinigungsprodukten mit diesem Siegel wird garantiert, dass es sich um reine Naturkosmetik handelt. Die Rohstoffe sind dann aus biologischem Anbau und die Produkte frei von Duftstoffen, Silikonen und anderen Erdölprodukten.

 

Plastikmüll in den Weltmeeren

Immer größere Abfallmengen werden in den Weltmeeren registriert. Diese Verschmutzung stellt eine zunehmende Bedrohung für die Tier- und Pflanzenwelt in den Meeren, aber auch für die Menschheit an Land dar. Bei über 75 Prozent der Abfälle handelt es sich um Plastikabfälle. Diese sind besonders problematisch, da sie sehr lange brauchen bis sie zersetzt sind.  Laut Untersuchungen der UNO befinden sich fast 20.000 Plastikteile auf einem Quadratkilometer Meeresoberfläche.

Zersetzungsdauer von Müll
Zersetzungsdauer verschiedener Produkte

Verschmutzungsarten und Herkunft

Angefangen bei ungeklärten Fäkalien, welche möglicherweise noch das geringste Problem für das Ökosystem Meer darstellen, bis hin zu gefährlichem Giftmüll und illegaler Altölentsorgung sind im Prinzip sämtliche Abfallarten im Meer vorzufinden.

Der größte Teil des Plastikmülls gelangt über Flüsse ins Meer. Insbesondere in Entwicklungsländern werden Abwässer und auch Haushaltsmüll häufig ungeklärt in Flüsse eingeleitet. Aber auch in manchen Industrieländern kann in nicht unehrheblichen Ausmaß eine Einleitung von Plastikmüll in die Meere über Flüsse erfolgen. Die Reinigung der Abwässer sollte daher allen Ländern ein vorrangiges politisches Ziel darstellen.

Der zweitgröße Verschmutzer der Weltmeere ist die Schiffahrt. Ausrüstung der kommerziellen Schiffahrt wie zum Beispiel Fischernetze und Nylonschnürre geht regelmäßig verloren oder wird illegal verkappt. Neben der Fischerei geht auch von Frachtschiffen häufig Ladung von Bord. So hat zum Beispiel der Frachter „Hansa Carrier“ 1990 über 80.000 Schuhe auf hoher See verloren.

Folgen der Verschmutzung

Für den Menschen sind vor allem die kleinsten Plastikteile eine Gefahr. Plastikteile werden mit der Zeit in immer kleinere Partikel zerlegt, welche zum Teil kleiner als Plankton sein können. So werden die kleinen Plastikteile im Nanobereich von Fischen aufgenommen. Dadurch wird eine nicht unehrhebliche Menge an Gift- und Schadstoffen in das Gewebe der Fische aufgenommen. Durch den Fischfang und -verzehr gelangen diese Schadstoffe dann in die menschliche Nahrungskette.

Neben der Gefahr für die Menschen stellt Plastikmüll auch eine Bedrohung für die Artenvielfalt in den Meeren dar. Viele Tierarten halten Plastikteile für Nahrung. Im Magen-Darmbereich der Tiere kommt es dann zu Verstopfungen, sodass die Tiere mit plastikgefülltem Magen verhungern.

Auch große Abfallprodukte oder Plastikteile können zur Gefahr für die Tierwelt werden. Delphine und andere Tiere können sich in Fischernetzen verfangen oder an scharfkantigen Gegenständen verletzen, wodurch sie qualvoll verenden.

Maßnahmen gegen Verschmutzung der Weltmeere

Auf den ersten Blick können Einzelpersonen erstmal wenig gegen die zunehmende Verschmutzung der Weltmeere tun. Natürlich sollte jeder einzelne darauf achten, keinen Müll an Gewässer oder Stränden zurückzulassen. Durch den Kauf von Fisch bei Unternehmen, welche für einen nachhaltigen Fischfang zertifiziert wurde, kann man als Verbraucher auch ein Zeichen setzen und einen kleinen Beitrag zum Schutz der Meere leisten.

Viel wichtiger ist jedoch die Verschärfung der politischen Rahmenbedinung zum Schutz der Meere. Einerseits durch stärkere Regulierung der kommerziellen Schifffahrt und andereseits durch höhere Ausgaben bei der Klärung von Abwässer in Entwicklungsländern. Diese Ziele können nur durch politischen Druck erreicht werden. Eine Möglichkeit für einzelne Personen ist es daher, sich in einer Umweltschutzorganisation wie zum Beispiel Deepwave eV zu engagieren.