Weltweites Engagement zum Schutz der Meere

In den letzten Monaten hat sich viel zum Thema Meeresschutz getan. Sowohl bei dem nächsten G-20 Gipfel in Bremen, als auch auf der ersten Ozeankonferenz der UN in New York werden wichtige Themen und aktuelle Brennpunkte beim Meeresschutz angesprochenen.

Ausstieg der USA aus dem Klimaabkommen

Eine zunächst schlechte Nachricht ist der Ausstieg der USA aus dem Klimaabkommen von Paris. Die USA selbst hatten unter ihrem ehemaligen Präsidenten Obama den Klimaschutz in ihren Fokus gerückt und die Verträge von Paris maßgeblich mitgestaltet. Nach der Präsidentenwahl im Januar kann man allerdings klar sagen, dass die USA nicht mehr das Zugpferd in den internationalen Klimaschutzbemühungen ist, welches sie einmal waren.

Fische in bedrohten Meeren
Weltweiter Schutz der Weltmeere ist ein aktuelles Thema bei UN und G-20

Auch wenn Präsident Trump ein bekennender Leugner des Klimawandels ist und Umweltschutz keinen großen Stellenwert in seiner Amtszeit haben wird, kann man nicht davon ausgehen, dass der Ausstieg der USA direkte negative Folgen auf den Meeresschutz haben wird. In den Verträgen ging es hauptsächlich um die Begrenzung von CO2 und die damit verbundene Diskussion um die Erwärmung der Erde. Gleichzeitig ist der Ausstieg natürlich  auch für den allgemeinen Umwelt- und Meeresschutz ein negatives Zeichen.

Meeresschutz Thema bei G-20 und UN

Heute beginnt die erste Ozeankonferenz in New York, bei der Vertreter aller wichtigen Länder der Erde zusammenkommen und über Herausforderungen beim Schutz der Meere diskutieren. Neben dem großen Thema der Erderwärmung und dem Anstieg des Meeresspiegels ist auch die zunehmende Verschmutzung der Meere mit Plastikmüll ein Punkt auf der Agenda. Auch die USA möchte ihren Beitrag auf dieser Konferenz leisten.

Meerestiere in blauem Wasser
Meeresbewohner in unberührter Natur

Auch am kommenden G-20 Gipfel in Bremen wird Meeresschutz diskutiert. Laut Bundesumweltministerium wird erwartet, dass ein Aktionsplan gegen die Vermüllung der Meere von den G-20 Ländern verabschiedet wird. Damit soll sichergestellt werden, dass in die Meere eingeleitete Müll- und Abwassermengen, in Zukunft verringert werden. Dazu soll ein flächendeckendes System zur Erfassung, Verwertung und zum Recycling installiert werden.

 

 

 

Krise am Oroville Staudamm

Manche von euch werden es vielleicht in den deutschen Nachrichten gesehen haben. Der Oroville Staudamm in Oroville, Kalifornien ist schwer beschädigt und mehr als 160.000 Menschen mussten aus dem Gebiet evakuiert werden. Mittlerweile hat sich die Lage am größten Staudamm der USA wieder stabilisiert. Die Probleme am Oroville Staudamm und die Reinigung des Flussbetts werden die Bewohner von Butte County allerdings noch lange beschäftigen. In diesem Bericht möchte ich über die aktuelle Lage am Staudamm berichten, welche Auswirkungen die Havarie auf die Umwelt hat und wieso Großprojekte wie der Oroville Staudamm immer gleichzeitig Chance und Risiko sind.

Oroville Staudamm Havarie
Beschädigter Oroville Staudamm und Hangerosion

Der beschädigte Staudamm

Nach jahrelanger Dürre in Kalifornien hat es in diesem Winter den lang erhofften Regen geben. Der Niederschlag war allerdings so stark, dass weite Teile Kaliforniens mit Überflutungen zu kämpfen hatte. Als Folge des starken Regen stieg der Pegel des Oroville Reservoir . Der normale Abfluss über das Hyatt Wasserkraftwerk war nicht mehr ausreichend um die Zuflüsse in den See zu bewältigen. In solchen Fälle werden dann große Wassermengen über die sogenannte „Main Spillway“ abgelassen. Diese kann man sich als eine Art große Wasserrutsche vorstellen. In dieser „Main Spillway“ hat sich in der Mitte ein großes Loch in der Betonoberfläche entwickelt, weshalb der Betrieb eingestellt werden musste.

Oroville Main Spillway
Beschädigte Main Spillway

Die Folge davon waren wieder steigende Pegelstände, bis der See einfach übergelaufen ist. Das Wasser floß nun unkontrolliert über die Kante des Staudamms. Da dieser dafür nicht wirklich ausgelegt war kam es zu einer gigantischen Hangerosion. Diese Erosion war so stark, dass sie die bauliche Integrität des Damms bedrohte und letztlich die Evakuierung des Gebiets rund um Oroville auslöste.

Umweltauswirkungen der Katastrophe

Neben der Hangerosion und Beschädigung des Staudamms wurden gewaltige Erdmengen in den Fluss gespült. In direketer Folge der Erdmengen im Feather River Fluss musste das Wasserkraftwerk am Oroville Staudamm abgeschaltet werden. Die Hangerosion hat zudem zum Verlust zahlreicher Bäume und einiger Stromleitungen bzw. Strommasten geführt.

Nun sind hunderte von Arbeitern mit schweren Gerät im Flussbett damit beschäftigt, die eingespülten Materialien wieder herauszubekommen. Die zuständige Behörde DWR schätzte die Abraummenge auf über 1,7 Millionen Kubimeter Erde und Felsgestein ein. Da keine Zeit für eine geordnete Beseitigung ist, mussten in direkter Nachbarschaft zum Staudamm weitere Bäume gefällt werden, um Platz zu machen für die gigantischen Erdbewegungen.

Schweres Gerät zur Abraumbeseitigung
Aufräumarbeiten am Oroville Staudamm

Eine weitere Folge des Krisenmanagements am Oroville Staudamm sind die stark schwankenden Flusspegel, wodurch Flussufer teilweise eingestürzt sind und auch Fischbestände eventuell bedroht sind. Ein weiteres Problem sind die, durch die Hangerosion in den Fluss eingestragenen Stoffe, bei denen zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand sagen kann, welche Schadstoffe möglicherweise darin enthalten waren.

Oroville Staudamm: Chance und Risiko

Die Krise am Oroville Staudamm ist ein gutes Beispiel für die Gefahren, welche entstehen können, wenn der Mensch all zu stark in die Natur eingreift. Glückerlicherweise sieht es mometan so aus, als ob die Lage unter Kontrolle ist und eine Katastrophe verhindert werden kann. Ein Bruch des Staudamms hätte laut DWR eine neun Meter hohe Flutwelle ausgelöst, wodurch Menschen und Umwelt irreparabel zu Schaden gekommen wären.

Gleichzeitig hat ein Staudamm dieser Größe auch einen großen Nutzen für Mensch und Natur. Die produzierten Strommengen sind unter normalen Umständen gewaltig und 100 Prozent CO2 frei. Dadurch werden wertvolle fossile Ressourcen zur Stromerzeugung eingespart. Ein weiterer Vorteil ist der Hochwasserschutz.

Man sieht also, dass Großprojekte nicht ohne Risiken sind und gleichzeitig einen großen Nutzen haben können. Wichtig ist, dass man aus dieser Krise dazulernt. Im Falle der USA wird Infrastuktur allgemein nicht so gut gewartet wie zum Beispiel in Deutschland. Dies ist für das wirtschaftsstärkste Land der Erde ein Armutszeugnis und sollte ein Denkanstoß für die Planung in der Zukunft sein.

 

Delfinjagd in Peru

Jeder kennt die schrecklichen Bilder von den blutigen Meerebuchten in Japan, in denen jedes Jahr tausende Delfine abgeschlachtet werden. Wenig bekannt ist jedoch, dass auch in Peru ein ähnlich brutales Vorgehen gegen Delfine beobachtet werden kann. Jährlich werden dort bis zu 15.000 Delfine getötet, um diese als Köder für die Haijagd zu verwenden oder arme Bevölkerungsschichten mit günstigem Fleisch zu versorgen.

Jagd auf Delphine mit Harpunentechnik

In Peru jagen etwa 500 Fischer unter Einsatz der Harpunentechnik Delfine in kleinen Schnellbooten. Durch Recherchen von Stefan Austermühle, Mitglied der peruanischen Schutzorganisation Mundo Azul, wurde das extreme Tierleid beim Jagen mit Harpunen in Peru aufgedeckt und dokumentiert.

Eine Harpune ist ein Speer mit Widerhaken, welcher verhindert, dass die aufgespießten Tiere wieder vom Speer rutschen. Die abgeschossen Tiere können auch nach dem Abschuss noch sehr lange Zeit leben und in ihremTodeskampf sehr große Schmerzen erleiden.

Neue Gesetzgebung in Peru

Ein in 2016 verabschiedetes Gesetz der Regierung verbietet nun den Einsatz von Harpunen. Damit wird de facto auch das Jagen von Delfinen unmöglich, da die Harpunentechnik die einzige Möglichkeit zum Fangen von Delfinen ist. Hintergrund des neuen Gesetztes waren neben dem Druck von Meeresschutzorganisationen, vor allem auch die stark zurückgegangenen Haifischbestände.

Meeresschutz in Peru
Neue Gesetze sollen Delfine in Peru besser schützen

Fraglich ist jedoch in wieweit das Gesetz seine Wirkung entfalten kann. Bereits seit 1996 besteht in Peru eigentlich ein Gesetz zum Verbot er Delfinjagd. Dieses wurde in der Vergangenheit jedoch kaum angewandt und Verstöße nicht geandet. Hoffnung macht jedoch ein Verfahren gegen drei Fischer, welche 2016 wegen illegaler Delfinjagd angeklagt wurden und damit die erste Durchsetzung des fast 20 Jahre altem Gesetzes darstellt.

Perspektive

Da Peru kein reiches Land ist wird es schwierig sein die Delfinjagd in Zukunft zu unterbinden. Arme Fischer sind auf die Einnahmen aus der Jagd angewiesen und müssen Alternative Fang- oder Beschäftigungsmöglichkeiten angeboten bekommen. Auch die Durchsetzung der Verbote ist schwierig, da die Behörden in Schwellenländern nicht so gut ausgestattet sind wie in den westlichen Industrienationen.

Es ist daher notwendig den Druck von Seiten der Meeresschutzorga-nisationen aufrechtzuerhalten und weiter zu erhöhen. Eine Zusammenarbeit der einzelnen Organisationen zum Erreichen eines höheren Schlaggewichts im Kampf gegen die Delfinjagd ist sinnvoll und sollte daher in Zukunft angestrebt werden.

Privatpersonen sollten selbstverständlich auf den Verzehr von Delfinfleisch verzichten. Auch Haifleisch sollte nicht gekauft werden. Zum einen zum Schutz der gefährdeten Haibestände an sich und zum anderen, da Delfinfleisch als Köder zum Haifang eingesetzt wird und somit die Nachfrage nach Delfinfleisch fördert.

 

 

 

Chemie und Kunstoff in Reinigungsmitteln

Viele Produktbestandteile von Reinigungsmitteln können nicht oder nur teilweise aus dem Abwasser gefiltert werden. Auch moderne Kläranlagen in westlichen Industrieländer stoßen hier an ihre Grenzen. Diese Reststoffe gelangen dadurch in Flüsse und auf diesem Weg letztendlich in die Weltmeere. Da die Konzentration dieser Stoffe in Flüssen um ein Vielfaches größer ist als auf den Meeren, treten in Binnengewässer die Auswirkungen am deutlichsten zu Tage. Im folgenden Abschnitt werden die größten Probleme angesprochen und Lösungen für den Endverbraucher aufgezeigt.

Dampfsauger Reinigung als Alternative zu chemischen Reinigern

Natürliches Wasser reicht in vielen Fällen nicht aus, um sämtlichen Schmutz im Haushalt zu entfernen. Für Fette und andere wasserunlösliche Verschmutzungen werden daher regelmäßig chemische Reiniger eingesetzt. Die Dampfsauger Reinigung ist hier eine umweltschonende Alternative zu herkömmlichen chemischen Reinigern.

Dampfsauger und konventionelle Reinigungsprodukte
Dampfsauger als Alternative zu chemischen Reinigern

In konventionellen Haushaltsreiniger sind  Farbstoffe, Duftstoffe, synthetische Lösungsmittel und Konservierungsmittel enthalten, welche bei Menschen Allergien auslösen können. Eine Belastung für die Gewässer stellen aber vor allem die enthaltenen Tenside dar. Diese auf Erdölbasis produzierten, waschaktiven Substanzen sind im Wasser nur schwer abbaubar und in Kläranlagen nicht komplett herauszufiltern.

Bei der Dampfreinigung kann auf chemische Reiniger vollständig verzichtet werden. Der heiße Dampf ist in der Lage Fette auch ohne Chemie zu lösen. Beim Einsatz eines Dampfsaugers werden zudem keine Tücher zum Aufnehmen der Verschmutzungen benötigt. Da auch in Waschmittel Tenside enthalten sind, ergit sich ein doppelter Umweltvorteil. Der Dampfsauger kann den Schmutz gleichzeitig lösen und aufnehmen.

Der Energieverbrauch eines solchen Geräts liegt etwas über dem eines herkömmlichen Saugers. In einem Dampfsauger wird Wasser erhitzt woraus Dampf entsteht. Dieser Vorgang ist grundsätzlich energieintensiv. Da jedoch die Gesamtzeit zur Reinigung geringer ist, kommt es auf den jeweiligen Benutzer an, um wieviel höher der Energieverbrauch ist. Generell sind Dampfsauger allerdings als umweltfreundlich einzustufen. Die Funktionsweise und Anwendungsgebiete sind auch im folgendem Youtube Video von Dampfsauger24 sehr schön zu sehen.

Eine weitere Alternative sind sogennante Bio Reiniger. Diese Produkte enthalten nur rein pflanzliche Tenside, welche einfacher abbaubar sind. Im Handel werden solche Produkte mit Gütesiegel wie beispielsweise der EU-Umweltblume gekennzeichnet.

Zertifizierte Naturkosmetik als Alternative zu Kunstoffpartikel

Neben Haushaltsreinigern sind auch die meisten Körperpflegeprodukte eine Belastung für die Gewässer. Viele wissen nicht, dass in fast allen Pfelgeprodukten Mikroplastik enthalten ist. Plastik, welches kleiner als 5 Millimeter ist wird als Mikroplastik bezeichnet.

Mikroplastik ist in Gesichtsreinigern, Duschgel, Handseifen, Zahnpasta, Make Up und vielem mehr enthalten. Häufig wird Mikroplastik in Granulatform zu den Produkten hinzugegeben um die Reinigungswirkung zu unterstüzten. In Kläranlagen können diese Kleinstteile nur teilweise aus dem Abwasser gefiltert werden.

Ein Problem dieses Mikroplastiks ist, dass es von Wasserlebewesen als Nahrung aufgenommen wird und so zu einer Schädigung der Tiere führt. Plastik wirkt zudem wie ein Magnet für Umweltschadstoffe, sodass die Schadstoffkonzentration an den Kunstoffpartikeln bis zu hundertmal höher ist als im restlichen Meerwasser.  Auch die bereits im Kunstoff enthalten Substanzen können eine schädliche Wirkung für Meeresorganismen haben.

Zur Lösung dieses Problems müssen in erster Linie die Verbraucher aktiv werden, weil Konzerne von sich aus keinen Grund haben die Produktion dieser Produkte zu ändern. Empfehlenswert ist es daher, beim Kauf auf speziell zertifizierte Kosmetikprodukte zu achten. Diese sind zwar um einiges teuerer als handelsübliche Produkte, enthalten dabei aber keine Kunstoffpartikel und sind oft auch verträglicher für den Menschen. Ein bekanntes Zertifikat ist von BDIH. Bei Reinigungsprodukten mit diesem Siegel wird garantiert, dass es sich um reine Naturkosmetik handelt. Die Rohstoffe sind dann aus biologischem Anbau und die Produkte frei von Duftstoffen, Silikonen und anderen Erdölprodukten.

 

Plastikmüll in den Weltmeeren

Immer größere Abfallmengen werden in den Weltmeeren registriert. Diese Verschmutzung stellt eine zunehmende Bedrohung für die Tier- und Pflanzenwelt in den Meeren, aber auch für die Menschheit an Land dar. Bei über 75 Prozent der Abfälle handelt es sich um Plastikabfälle. Diese sind besonders problematisch, da sie sehr lange brauchen bis sie zersetzt sind.  Laut Untersuchungen der UNO befinden sich fast 20.000 Plastikteile auf einem Quadratkilometer Meeresoberfläche.

Zersetzungsdauer von Müll
Zersetzungsdauer verschiedener Produkte

Verschmutzungsarten und Herkunft

Angefangen bei ungeklärten Fäkalien, welche möglicherweise noch das geringste Problem für das Ökosystem Meer darstellen, bis hin zu gefährlichem Giftmüll und illegaler Altölentsorgung sind im Prinzip sämtliche Abfallarten im Meer vorzufinden.

Der größte Teil des Plastikmülls gelangt über Flüsse ins Meer. Insbesondere in Entwicklungsländern werden Abwässer und auch Haushaltsmüll häufig ungeklärt in Flüsse eingeleitet. Aber auch in manchen Industrieländern kann in nicht unehrheblichen Ausmaß eine Einleitung von Plastikmüll in die Meere über Flüsse erfolgen. Die Reinigung der Abwässer sollte daher allen Ländern ein vorrangiges politisches Ziel darstellen.

Der zweitgröße Verschmutzer der Weltmeere ist die Schiffahrt. Ausrüstung der kommerziellen Schiffahrt wie zum Beispiel Fischernetze und Nylonschnürre geht regelmäßig verloren oder wird illegal verkappt. Neben der Fischerei geht auch von Frachtschiffen häufig Ladung von Bord. So hat zum Beispiel der Frachter „Hansa Carrier“ 1990 über 80.000 Schuhe auf hoher See verloren.

Folgen der Verschmutzung

Für den Menschen sind vor allem die kleinsten Plastikteile eine Gefahr. Plastikteile werden mit der Zeit in immer kleinere Partikel zerlegt, welche zum Teil kleiner als Plankton sein können. So werden die kleinen Plastikteile im Nanobereich von Fischen aufgenommen. Dadurch wird eine nicht unehrhebliche Menge an Gift- und Schadstoffen in das Gewebe der Fische aufgenommen. Durch den Fischfang und -verzehr gelangen diese Schadstoffe dann in die menschliche Nahrungskette.

Neben der Gefahr für die Menschen stellt Plastikmüll auch eine Bedrohung für die Artenvielfalt in den Meeren dar. Viele Tierarten halten Plastikteile für Nahrung. Im Magen-Darmbereich der Tiere kommt es dann zu Verstopfungen, sodass die Tiere mit plastikgefülltem Magen verhungern.

Auch große Abfallprodukte oder Plastikteile können zur Gefahr für die Tierwelt werden. Delphine und andere Tiere können sich in Fischernetzen verfangen oder an scharfkantigen Gegenständen verletzen, wodurch sie qualvoll verenden.

Maßnahmen gegen Verschmutzung der Weltmeere

Auf den ersten Blick können Einzelpersonen erstmal wenig gegen die zunehmende Verschmutzung der Weltmeere tun. Natürlich sollte jeder einzelne darauf achten, keinen Müll an Gewässer oder Stränden zurückzulassen. Durch den Kauf von Fisch bei Unternehmen, welche für einen nachhaltigen Fischfang zertifiziert wurde, kann man als Verbraucher auch ein Zeichen setzen und einen kleinen Beitrag zum Schutz der Meere leisten.

Viel wichtiger ist jedoch die Verschärfung der politischen Rahmenbedinung zum Schutz der Meere. Einerseits durch stärkere Regulierung der kommerziellen Schifffahrt und andereseits durch höhere Ausgaben bei der Klärung von Abwässer in Entwicklungsländern. Diese Ziele können nur durch politischen Druck erreicht werden. Eine Möglichkeit für einzelne Personen ist es daher, sich in einer Umweltschutzorganisation wie zum Beispiel Deepwave eV zu engagieren.